Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin

Sammlung:

 

Monumentales Ägypten ab 2007

 
Schließlich ist das Museum auch durch die Monumentalität des alten Ägypten geprägt - das Tempeltor von Kalabscha, der Säulenhof des Sahurê, eine Kolossalstatue des Tutanchamun, eine riesige Widderfigur des Könugs Amenophis III. . Dieser besonders eindrucksvolle Aspekt wird sich Ihnen allerdings erst in einem Jahrzehnt bieten, wenn der Wiederaufbau der Museumsinsel abgeschlossen ist und das monumentale Ägypten seinen würdigen Platz im Kontext des Ischtar-Tores und des Pergamonaltars gefunden haben wird.
  • Foto: Tor
  • Foto: liegende Säule
  • Foto: Statue
  • Foto: Statue
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    Säulen aus dem Totentempel des Sahurê

    Altes Reich, 5. Dynastie, um 2450 v. Chr.
    Rosengranit,
    Höhe ca. 130 cm
    Abusir,
    Inv.-Nr. 31605

    Zu den Pyramiden der Könige des Alten Reiches gehörten weitläufige Tempelanlagen, in denen die Bestattungsriten für den verstorbenen Pharao vollzogen wurden. 1907-08 legte Ludwig Borchardt das Pyramidenareal des Königs Sahurê in Abusir frei und brachte zahlreiche Reliefs und Säulen nach Berlin. Die Säulen stammen aus dem zentralen Bereich des Totentempelbezirkes, einem ummauerten, offenen Hof. Sie konnten in den damaligen Ausstellungsräumen der Ägyptischen Sammlung im Neuen Museum nicht aufgestellt werden und kamen in ein Depot in Charlottenburg. Dort wurden sie im 2. Weltkrieg stark beschädigt. Auch in der neu eingerichteten Dauerausstellung im Östlichen Stülerbau in Charlottenburg gab es zunächst keinen Platz. Ende der 1980er Jahre wurde mit finanzieller Unterstützung des Vereins zur Förderung des Ägyptischen Museums e.V. die Restaurierung der Säulen und ein Anbau an das bestehende Museumsgebäude realisiert. Dieser Anbau nahm die Grundmaße des halben Originaltempels ein.

    Die Säulen verblieben nach Schließung der Dauerausstellung in Charlottenburg und werden Mitte 2008 wieder zu sehen sein, wenn das Gebäude mit einer neuen Dauerausstellung mit Exponaten klassischer moderner Grafik wiedereröffnet wird.
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    Widderfigur des Gottes Amun

    Neues Reich, 18. Dynastie, um 1360 v. Chr.
    Rosengranit,
    Höhe 168 cm, Länge 207 cm
    Soleb, Tempel des Königs Amenophis III.
    Inv.-Nr. 7262

    Der Widder ist eine der Erscheinungsformen des Reichsgottes Amun, dessen Haupttempel in Karnak liegt. Amenophis III., der Vater von Amenophis IV./Echnaton, ließ anlässlich seines 30 jährigen Regierungsjubiläums einen Tempel in Soleb, einem Ort in der südlichen Provinz Nubien errichten. Der Zugang zu diesem Tempel wurde beidseitig von zahlreichen Widderstatuen gesäumt, zwischen deren Vorderläufen eine mumienförmige Statue des Königs steht. 600 Jahre später wurde dieser Widder von Soleb zum weiter südlich gelegenen Kultort Napata am Gebel Barkal verschleppt. Dort fand ihn Richard Lepsius bei seiner Ägyptenexpedition 1842-45 und brachte ihn mit nach Berlin. Zusammen mit einer neu angefertigten Kopie wurde er im Neuen Museum aufgestellt. Nach dem 2. Weltkrieg war die Skulptur im Bodemuseum zu sehen; seit dessen Schließung wurde sie nicht mehr in der Dauerausstellung präsentiert, reiste aber zu Sonderausstellungen ins Ausland.

    Zur Zeit als Leihgabe im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim.
Last updates: text (09.03.10), pictures (06.02.10)
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