Echnaton und Nofretete
Amenophis IV. heiratet wie sein Vater eine Bürgerliche, Nofretete, deren Name "die Schöne ist gekommen" ihren erhaltenen Bildnissen in jeder Hinsicht gerecht wird. Beide beschließen bald den Bau einer neuen Residenzstadt in Mittelägypten und dort huldigt Amenophis IV., der sich fortan Echnaton ("dem Aton wohlgefällig") nennt, zusammen mit seiner Gemahlin dem einzigen Gott Aton, dargestellt als Sonnenscheibe mit Strahlen, die in Händen enden und Lebenszeichen an die Nasen des Königspaares halten. Eine große Anzahl Handwerker und Künstler siedeln sich in der neuen Stadt an, um den neuen, mit allen Traditionen brechenden Kunststil des Königs umzusetzen. Nach nur 17jähriger Regentschaft stirbt Echnaton, seine Hauptstadt wird verlassen und Ägypten kehrt zu seinen alten Göttern zurück.