Als Kaiser Caracalla im Jahr 216 n. Chr. gegen den parthischen Großkönig Artabanos IV. in den Krieg zog, benötigte er nicht nur Soldaten, sondern auch Tiere für die Kavallerie sowie den Transport schwerer Lasten. Das römische Heer glich einer umherziehenden Kleinstadt und bestand in diesem Fall aus acht Legionen a ca. 5.000 Mann, begleitet von etlichen Hilfstruppen und mehreren zehntausend (Last)Tieren im Tross. Einen spannenden Blick hinter die Kulissen dieser logistischen Leistung gewährt dieser Papyrus, der von einem Kamel (eigentlich ein Dromedar) berichtet, das vor gut 1 800 Jahren die weite 'Dienstreise' als Lasttier vom ägyptischen Fayum in das Partherreich im Auftrag des römischen Kaiserhauses antrat. ...
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Moritz Kettler (Student an der MLU Halle-Wittenberg)